Tornado fordert Tote und Verletzte in Argentinien, Brasilien und Paraguay
Schwere Stürme forderten in den letzten Stunden mehr als 15 Tote in Argentinien, Brasilien und Paraguay.
Über 100 Menschen wurden verletzt, hunderte Häuser zerstört. Hohe Verluste an Tieren, Bäumen und Pflanzen waren zu beklagen.
Mindestens zehn Menschen wurden in der Provinz Misiones, Argentinien, getötet, als Teile der Provinz von einem Tornado heimgesucht wurden. Starker Regen, Wind und Hagel verletzten mehr als 60 Menschen, teilte der Gouverneur der nordöstlichen Region des Landes mit. Der National Weather Service wurde von der Heftigkeit des Sturmes total überrascht.
Die betroffenen Gebiete liegen in der Nähe der Grenze zu Brasilien, insbesondere des Staates Santa Catarina, wo ein starker Sturm mit orkanartigen Böen mindestens vier Tote und 64 Verletzte forderte.
Laut brasilianischen Behörden beschädigte der Sturm tausende von Immobilien und verwüstete mehr als vierzig Städte und Gemeinden. Besonders betroffen war die Bevölkerung von Santa Rosa und Tobuna in Argentinien. Hier wurden ganze Hauser durch die Luft gewirbelt.
In Paraguay gab es mehrere Tote, mehr als fünfzig Häuser wurden beschädigt. Eine landwirtschaftliche Anbaufläche von rund 1.000 Hektar total verwüstet.
Maurice Clos, der Gouverneur von Misiones, sagte, was in San Pedro, Santa Rosa und Tobuna mit den Häusern und den subtropischen Wäldern geschehen ist, war ein Phänomen, ganz untypisch, mit schrecklichen Zerstörungen.
Von den zehn Toten hatten viele schwere Verletzungen, vor allem Schnitte und Prellungen, verursacht durch entwurzelte Bäume.
Die Medien berichten von der schlimmsten Naturkatastrophe in jüngster Zeit in der Provinz und sagen, dass die Menschen “alles verloren haben”.
Die Behörden haben einen Gesundheits-Alarm im Nordosten ausgelöst und der Gesundheitsminister, Juan Manzur, erklärte, er Reise in das Gebiet um die Situation zu prüfen und die Bedürfnisse der Opfer zu ermitteln.
“Der Tornado ist eine der spektakulärsten, harten und zerstörerischen Wetterphänomene, die auf der Erde vorkommen”, sagte der Wetterdienst in einer Erklärung.
Er erklärte, dass “eine Gemeinde oder Stadt durch die kombinierte Wirkung der gewaltigen Kraft der sich drehenden Wind, die eine Geschwindigkeit von 500 Stundenkilometer erreichen können, vollkommen zerstört werden kann. Einem plötzlichen Druckabfall können nur sehr wenige Gebäude standhalten”.
Zeugen berichteten, dass das Gesundheitszentrum in Santa Rosa, errichtet vor drei Jahren, buchstäblich von der Landkarte getilgt wurde. Die Böen sollen mehr als 120 Stundenkilometer betragen haben.
Andere gaben an, dass der Wind einer Mutter ihr Kind aus den Armen riss. In den Straßen fand man menschliche Körperteile, in den Baumkronen hingen Überreste von Tieren.
Die vier Opfer des Sturms in Brasilien waren alle in der Gemeinde Guaraciaba, nahe der Grenze zu Argentinien. 40 Personen mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden.
In Santa Catarina waren die Städte São Domingos und Coronels Martins, von der Außenwelt abgeschnitten.
Die Behörden gehen davon aus, dass die Zahl der Opfer in den nächsten Stunden steigen wird.
Ein weiterer Ort, Itaara, im südlichen Bundesstaat Rio Grande do Sul wurde ebenfalls schwer verwüstet. Zahlreiche Fahrzeuge und Häuser wurden beschädigt und mehrere Familien mussten in einer Turnhalle einquartiert werden.
In der Stadt Primero de Maio, im Bundesstaat Paraná, wurden vierzehn Personen verletzt, drei von ihnen sind in ernstem Zustand. Das Gebiet wurde von starken Winden und Hagel schwer geschädigt.
Die Wettervorhersage für diese drei Staaten weist auf anhaltende Instabilität bis mindestens nächsten Donnerstag hin, mit schweren Stürmen zu jeder Zeit.









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